Wahre Liebe erkennen: eine neue Perspektive

Ich sitze hier und mache mir mal wieder Gedanken über die wahre Liebe, während an meinem rechten Oberarm ein fetter Insektenstich schmerzt. Das ist einer der Nachteile an schwüler Hitze: das diese kleinen Lebewesen es sich auf mir gemütlich machen und ich tagelang daran zehre, da ich allergisch darauf reagiere. Aber hält es mich davon ab, diesen Beitrag hier zu schreiben und meinen Herzensweg zu gehen? Nein. Vielleicht gehe ich ihn sogar erst recht 😉

Mein Körper verlangt nach einer Pause, aber meine Seele sehnt sich nach Ausdruck. Und den findest du in diesen Zeilen, bzw. Dazwischen.

Bevor ich auf meine Tagebuchnotizen eingehe, die meist die Basis meiner Inhalte darstellen , möchte ich auf das Dazwischen eingehen.

Denn… was bedeutet Dazwischen? Was hat es mit wahrer Liebe zu tun?

Für mich repräsentiert es in erster Linie die feine Energie, die in allem mitschwingt. Wir sehen zwar viel, aber oft spüren wir etwas anderes, oder? Ein Beispiel:

Du lernst jemanden kennen und das Aussehen haut dich um – das ist der erste Eindruck. Ihr kommt ins Gespräch und dein Gegenüber vermeidet längeren Blickkontakt. Vielleicht kommt Unsicherheit in dir auf, die zum einen vermutlich aus Angst resultiert und zum anderen, weil dieser Mensch eine Widersprüchlichkeit ausstrahlt. Er sagt etwas, aber du spürst etwas anderes. Kann das wahre Liebe sein? Kommt dir bekannt vor?

Das liegt daran, dass der Großteil der Bevölkerung eine unsichtbare Maske trägt, die die Schattenwelt in Schach halten soll. Die verbergen soll, was schmerzt oder vermeintliche Schwächen sind. Doch genau da könnte der Schlüssel zur wahren Verbindung liegen – das Dazwischen halt. Es ist nicht das Offensichtliche, nicht die Hobbys oder das Aussehen, was uns anzieht oder gar verbindet. Sondern die Energie, unser Herz, unsere Seele.

Dazwischen bedeutet auch Menschsein

Denn der Mensch liebt und lebt dazwischen – zwischen Himmel und Erde. Wir sind weder ein Teil dieses Planeten (sondern nur ein Gast), noch in der endlosen Quantensuppe unterwegs. Unsere Seele hat ein Gefäß, den Körper und der ist irgendwie dazwischen.

Ich kenne viele, die ein Thema mit ihrem Körper haben, ihn ständig kritisieren (me too) und sich für angebliche Problemzonen schämen. Dabei ist er ein wahres Wunderwerk, mit einer eigenen Intelligenz und Aufgabe. Was das ist, weißt nur du und das gilt es herauszufinden. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle hier auf Erden wandeln, um wahre Liebe auf körperlicher Ebene zu erfahren. Doch das ist leichter gesagt, als getan. Denn wir brauchen unser Dazwischen!

So viele Narben…

Im Grunde klingt das simpel. Aber wir alle sind geprägt, haben Staubschichten über das Leuchten unserer Seele gelegt, die es verhindern, dass wir uns selbst wirklich performen können. Wie soll also deine wahre Liebe dich erkennen? Das ist fast unmöglich und kann mitunter viele Jahre dauern, insbesondere dann, wenn wir uns selbst in Lügen baden und nicht wissen, wer wir eigentlich sind.

In meinem Buch „Mon Amour“ erzählt die Hauptfigur Claire ausführlich darüber, denn auch sie begegnet bereits in frühen Jahren ihrem wahren Seelenpartner, erkennt es jedoch lange Zeit nicht. Was das mit ihr macht, wirst du fühlen, wenn du es liest. Zwischen den Zeilen, denn die Energie der Liebe schwingt mit. Allerdings fernab von Hollywoodromantik, die das Bild einer erfüllten Partnerschaft nur allzugern verfälscht.

Aber nun zu meiner Tagebuchreflektion, die sicher auch dir einige Aha-Momente verschaffen wird 🙂

Wahre Liebe als Schlüssel zur Reflektion

Der Verstand war laut

Ich habe meine geliebte Routine des Schreibens per Hand doch sehr vernachlässtigt. Warum? Weil mein Verstand so verdammt laut wahr. Wie konnte das passieren? Die Antwort ist simpel: ich hatte mehrere Nächte extrem schlecht geschlafen und das war ein gefundenes Fressen für meinen Verstand, der sich dann lieber mit Social Media abgelenkt hat. Meine Erschöpfung wurde dadurch natürlich nicht weniger, sondern nahm stetig zu.

Gerade Instagram ist toxisch, denn unser Gehirn kann all das swipen gar nicht verarbeiten. Eine Pause kann da sicher nicht schaden. Oder die Zeit bewusst nutzen. (Auf meinem Feed findest du aktuell kleine Mini-Lesungen aus „Mon Amour“.)

Als Eltern wollen wir stets das Beste für unser Kind, oder? Doch wissen wir, was das ist? Und handeln wir so? Oder kopieren wir kindliche Muster und agieren noch aus falscher Loyalität gegenüber der Mutter oder dem Vater? (By the way… ich muss gerade daran denken, wie ich früher auf einer Schreibmaschine geschrieben hab und mich über jeden Fehler geärgert habe. Kennst du das noch?)

Beispiel:

Wenn du als Kind der eine Mensch warst, der immer für deine Mama da war, dann bist du es heute unbewusst vermutlich immer noch – wenn du das nicht gelöst hast. Und hast als Mama den Anspruch an dich selbst, dieser Mensch für dein eigenes Kind zu sein. Das ist an sich nicht schlecht! Kinder brauchen diesen Menschen. Aber dennoch liebe ich den Spruch: „Wahre Liebe lässt frei.“ Du darfst dein Kind halten, aber musst ihm gleichzeitig Flügel verleihen. Denn das hättest du dir als Kind sicherlich auch gewünscht.

Getreu dem Motto:

Gib ihm all deine Liebe, damit es fliegen kann.

Ich bin mir sicher, dass wahre Liebe das Fundament für ALLES ist. Für Vertrauen in dich und deinen Weg. Für Gesundheit. Für Mut. Und so weiter… du kannst deinem Kind gar nicht zu viel Liebe geben. Und damit meine ich auch, dass du gesunde Grenzen setzt, denn auch das ist Liebe. Lass nicht zu, dass dein Kind deine Ängste (oder die der Ahnen) übernimmt und sich nicht traut, sein Potenzial zu entfalten.

Und weißt du, was der Verstand auch liebt? Deine Träume anzuzweifeln. Er mag es manchmal kompliziert, weil du dann nicht in die Umsetzung kommst. Das könnte ja Fortschritt und Entwicklung bedeuten, was er nicht gut heißt.

Wahre Liebe lässt dich nach innen blicken.

Wenn ich ihm etwas bedeuten würde, dann…

… würde er mich nicht ignorieren.

Das ist ein typischer Glaubenssatz, der der Vergangenheit entspringt. Aber ist das wirklich wahr? Oh, ich liebe es, Dinge zu hinterfragen. Und meistens entspringen solche Aussagen einer Urwunde, wie in meinem Fall der, nicht gesehen zu werden.

Aber kann es nicht auch sein, dass ER gar nicht in der Lage ist, dich wirklich zu sehen, weil du es a) selbst nicht tust oder b) er so sehr von sich selbst getrennt ist, dass er nicht mehr fühlt. Oder es nicht mehr will.

Menschliche Begegnungen sind komplex und selten sind solche Fragen einfach zu beantworten. Denn wir alle tragen Schmerz in uns, wurden enttäuscht und verletzt. Deswegen müssen wir bei uns selbst anfangen und dafür gibt es zig Möglichkeiten:

Über Bücher (z.B. meins 😉 ), Online-Kurse, Podcasts, Coachings, Therapeuten (da braucht es aber einen guten!) usw. Es gibt nicht den einen Weg, sondern nur deinen.

Ich denke, ich denke zu viel nach…

Dieser Satz entstammt eindeutig dem Verstand: gleich zweimal hab ich „denke“ geschrieben. Und ja, ich bin ein Mensch, der viel grübelt und reflektiert. Manchmal gerate ich dadurch in eine Endlosschleife und bleibe hängen. Zum Glück kann ich mich da gut selbst wieder herausholen, denn denken allein führt zu keiner Veränderung. Ich muss es umsetzen, Routinen und Verhaltensmuster ändern, auch wenn es anfangs oft schwer ist.

Worüber ich mein Leben lang viel nachgedacht habe, ist meine Wirkung auf andere. Ich war oft so sehr damit beschäftigt, darüber nachzudenken, dass ich das fühlen völlig vergessen habe. Das ich mich von mir entfernt habe. Es ist auch relativ belanglos, denn ich kann nicht kontrollieren, wie andere mich wahrnehmen oder was sie über mich denken. Da sind wir wieder bei dem Dazwischen: die Energie, die um uns herumwirbelt und unsichtbare Informationen trägt. Und die beste Wirkung auf Herzensmenschen haben wir dann, wenn wir innerlich kongruent sind. Wenn wir uns selbst folgen und bei uns bleiben. Wenn wir das Herz auf der Zunge tragen.

Wenn es in deinem Leben gerade rüttelt, möchte ich dir gern zwei Fragen mitgeben, die du gern schriftlich für dich beantworten darfst. Nimm sie mit in deinen Tag und ergänze die Antworten immer wieder. Es ist auch okay, wenn du erstmal nichts damit anfangen kannst. Aber du wirst etwas dazu finden, denn dein Energiesystem WILL es so.

„Wo wachse ich gerade hinein?“

„Wartet da etwas auf mich, das größer ist als ich?“

Wahre Liebe führt zu dir selbst

Lässt das Vertraute dich wachsen?

Oder hält es dich klein? Etwas, das du kennst und wo du dich sicher fühlst, muss nicht immer etwas sein, dass dir auch gut tut und deine Flügel ausbreiten lässt.

Vielleicht bist du gern bei deinen Eltern, weil du dort groß geworden bist und viele prägende Jahre dort verbracht hast. Aber wie ist die Energie dort? Das dazwischen? Fühlst du dich bestärkt, geliebt und getragen? Oder dämmst du dein Licht, weil deine Eltern dich nicht sehen oder im Jammertal festhängen?

Kannst du dort du sein? Frei sein?

Es lohnt sich, solche „Komfortzonen“ immer wieder infrage zu stellen. Auch deine Beziehung kann so etwas sein, auch wenn es im ersten Moment hart klingt. Aber du bist ja hier, weil du dich nach mehr sehnst. Also lass uns ehrlich miteinander reden.

Aus Liebe zum Partner zurückzustecken und auf seine Träume zu verzichten, ist keine wahre Liebe, sondern Angst. Du hast Angst davor, ihn zu verlieren, wenn du dich veränderst, wenn du laut wirst und Ansprüche hast. Wenn du deine wahren Bedürfnisse äußerst. Wenn du deine Wahrheit sprichst.

Doch damit zeigst du nur einen Teil von dir. Vielleicht sogar nur den, den deine Eltern geliebt haben. Aber da ist soviel mehr in dir! Du bist für dich hier. Nicht um jemand anderen in seiner Komfortzone zu halten und genau das tust du, wenn du dich klein hältst.

Also: warum bist du in deiner Beziehung? Warum führst du diese Affäre?

Sei ehrlich zu dir. Und wenn du da mehr Infos willst, dann buch dir gern ein Reading bei mir, das dir wertvolle Antworten liefern kann – fernab vom Verstand. Denn deine Energie, das dazwischen, lügt nicht und genau auf diese Ebene gehe ich in einem Reading.

Und wenn du dir eine kleine Meditation gönnen willst, in der du dein Herz kennenlernen wirst, trag dich gern in meinen Secret Letter ein!

Zum Abschluss möchte ich dir gern noch ein kraftvolles Statement mitgeben, das du dir gern immer wieder sagen kannst:

„Ich will gerade keine Erwartungen erfüllen.“

Danke für deine Zeit,

alles Liebe,

Claudia.

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