Lange habe ich mich für meine spirituelle und teils auch philosophische Seite geschämt, da meine tiefgehenden Gedanken selten Platz in der Welt gefunden haben. Ja, manchmal wurde ich dafür sogar ausgelacht. Dabei liegt genau dort eine meiner größten Stärken, die mich hinter die Fassade von anderen blicken lassen.
Genau das allerdings jagt vielen Angst ein, denn leider fürchten sich die meisten davor, wirklich gesehen zu werden, obwohl das die Voraussetzung für echte Verbindungen ist.
Sie folgen dem inneren Leitsatz, mit dem, was sie verbergen, nicht liebenswert zu sein. Zu schwach für die Anforderungen der lauten Gesellschaft. Zu angreifbar und damit verletzbar. Doch weißt du was? Genau das ist Menschlichkeit. Das zeichnet uns aus. Nur wurde uns nie beigebracht, wie wir mit Schmerz und Enttäuschungen umgehen. Ich habe das auch nie gelernt und mir selbst beigebracht. Aber erst als Erwachsene – mithilfe der geistigen Welt.
Und darum soll es hier gehen.
Ich habe schon immer gern geträumt und mich mit universellen Fragen beschäftigt, die mich teilweise echt aus der Bahn geworfen haben. Ich mein, was ist die Unendlichkeit? Und was war vor der Geburt? Was kommt nach dem Tod? Diese Fragen bereiten mir mitunter Panikattacken, da eine Nicht-Existenz meiner Person mich doch gruselt. Soll das alles hier umsonst sein? Nur ein Spiel?
Mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich langsam erkenne, dass ich ein Teil des Ganzen bin und das Universum sich durch mich erfährt. Das spendet mir ein wenig Trost und lässt mich wissen, dass ich nie von denen getrennt sein werde, die ich liebe. Denn ich kann es ja selbst entscheiden. Energie geht niemals verloren. Dennoch will ich die körperliche Ebene und die damit verbundenen einzigartigen Erfahrungen voll auskosten. Die Haut eines anderen auf der meinen fühlen, knutschen, intim sein. Jemanden umarmen usw. Das geht nicht auf der feinstofflichen Ebene und genau das macht das Leben doch lebenswert.
Was hat mir also geholfen, mich meinen Ängsten zu stellen und alten Schmerz loszulassen?
Wie ich eben bereits sagte, war es die Arbeit mit der geistigen Welt, die bei mir 2020 begann. Ich hatte keinen Plan, worauf ich mich da einließ, verstand nur Bahnhof. Und doch sprach da eine leise Stimme, die sich bis dato selten gezeigt hatte, und ließ mich wissen, dass diese Form der Kommunikation zu meinem Weg gehört. Also folgte ich ihr, da ich nach langer Suche Mentoren gefunden hatte, die meine Werte teilen und sich nicht wirklich als Teil der oberflächlichen spirituellen Szene sehen. Sondern einfach ihr Ding machen, ohne es in eine Schublade zu packen. Bis heute buche ich ihre Kurse und Ausbildungen, weil sie mir unfassbar viel geben und meine Seele nähren.
Anfangs jagten mir die Sessions Angst ein, denn ich wusste ja nicht, ob die geistige Welt mit Geistern gleichzusetzen war. Es gruselte mich schon. Doch diese Bilder entstammten lediglich meinem Verstand, dessen Bilder auf unzähligen Horrorfilmen aus Jugendzeiten basierten. Nun ja. Also belehrte ich ihn eines Besseren und begab mich in eine Welt, die sich nach zu Hause anfühlte. In der ich spürte, dass ich gar nicht falsch bin, sondern der Zeit manchmal nur ein wenig vorauseile.
Ich verstand längst nicht alle Inhalte dieser einjährigen Ausbildung, da ich völlig getrennt von mir lebte. Aber ich beschloss, meinen Schatten zu begegnen, die so lange vor sich hin gewütet hatten und meinen Darm ziemlich belasteten. Das kann ich echt nicht empfehlen. Also arbeitete ich hart an mir, deckte so einige Selbstlügen auf und spürte mich selbst immer mehr.
Einige Jahre später hatte ich so viele Schichten freigelegt, dass auch mein Herz wieder atmen konnte.
Wow. Da geschahen unbeschreibliche Dinge. Ich träumte intensiver als je zuvor und kam einer Wahrheit nahe, die ich zig Jahre verdrängt hatte. Du kannst sie vielleicht erahnen, wenn du meine Romane liest, denn Claire und ich teilen viele Leidenschaften, Selbstzweifel und die Suche nach der wahren Liebe.
Sich gegen den Wunsch des Herzens zu wehren, kann das Leben in eine unschöne Stagnation führen. Es äußert sich in Form von Erschöpfung, unnötigen Konflikten und kreativen Blockaden, aber auch in körperlichen Symptomen. Wir leben einfach in Zeiten, in denen die Seele nicht mehr kleinspielen will. Und deshalb kommen wir nicht drumherum, unserem Herzen zu begegnen, wenn wir gesund und glücklich sein wollen.
Diese mystische Instanz liebt das Unbekannte und kann uns in innere Welten entführen, die für den Verstand niemals greifbar sein werden.
„Ich wechselte direkt in den Love-Modus. Der Duft des Hoodies, der seinen Geruch nach unserer letzten Umarmung aufgesogen hatte, katapultierte mich geradewegs in mein Herz. An den Ort, an dem eine Form von Seelenmagie auf mich wartete, das ich nie für möglich gehalten hätte.“
So beschreibt es Claire in „Wir mit tausend Zeichen“. Und das Wort Seelenmagie trifft es ganz gut, weil im Herzen Dinge passieren, die uns auf eine positive Art und Weise erschüttern, wie sie kaum zu erklären sind. Oftmals ist ein anderer Mensch der Auslöser und reaktiviert unseren Seelenweg.
Bei mir war es so, bei Claire auch.
Und gibt es etwas Schöneres, als sich von der Liebe leiten zu lassen? Ich mein, wenn unsere Herkunft, die geistige Welt, aus purer Liebe besteht, wie könnten wir dann etwas anderes wollen? Vielleicht geht es ja nur darum, dass wir diese unerschöpfliche Liebe auf die Erde bringen und sie als Mensch sichtbar machen und verkörpern.
Zumindest hat mir das die Arbeit der letzten Jahre gezeigt.
Mehr dazu folgt in den nächsten Beiträgen. Wenn du darüber informiert werden willst, trag dich am Besten in meinen Heart-Letter ein.
Alles Liebe,
Claudia
